Schlafqualität

Tipps für eine bessere Schlafqualität

Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch schlafend. Für die einen ist ein erholsamer Schlaf etwas völlig Selbstverständliches, andere quälen sich nachts und kommen einfach nicht zur Ruhe. Beim Schlaf verhält es sich wie mit der Gesundheit: Erst bei Abwesenheit zeigt sich, wie wertvoll es sein kann. Mit ein paar Tipps lässt sich vielleicht die Schlafqualität verbessern.

Auf den Schlaf einstellen
Wer wirklich Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen hat, sollte sich auf die anstehende Nachtruhe vorbereiten. Das kann bereits mehr oder weniger unbewusst im Tagesverlauf geschehen. Sofern es die Zeit zulässt, sollte sich an der frischen Luft bewegt werden. Während das in den wärmeren Monaten leichter fällt, ist aber auch im Winter darauf zu achten. Besonders das Sonnenleicht sorgt dafür, dass im Körper das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet wird, aus dem sich anschließend Melatonin bildet, welches als Schlafhormon gilt. Hilfreich kann es auch sein, am Abend noch einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Wer nach Möglichkeiten sucht, um vom Alltag und dem damit verbundenen Stress abzuschalten, für den gibt es auch eine Reihe an Ideen. Ruhige Musik kann dabei ebenso helfen wie ein warmes, entspannendes Bad. Auch eine Tasse Tee kann dazu beitragen, dass die Schlafqualität gut ist. Vor allem Kräutertees wie Melisse oder Baldrian wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt. Ein bewährtes Hausmittel ist zudem das berühmte Glas heiße Milch mit einem Teelöffel Honig. Selbst Alkohol in geringen Mengen – ein Glas Wein oder Bier – hat eine schlaffördernde Wirkung. Allerdings sollte das nicht zur Gewohnheit werden und nicht übertrieben werden, denn größere Mengen wirken eher kontraproduktiv. Mit vollem Magen schlafen zu gehen ist übrigens völlig falsch, denn der Körper muss die Nahrung erst verdauen und daher wird die Schlafqualität leiden. Drei Stunden vor der Bettruhe sollte die letzte, große Mahlzeit für den Tag anstehen.

Die richtige Schlafumgebung schaffen
Nicht nur die persönliche Vorbereitung kann helfen, sondern auch die richtige Umgebung. Von ihr hängt es in ähnlichem Maße ab, wie es um die Schlafqualität bestellt ist. Beispielsweise sollten sich im Schlafzimmer keine Pflanzen befinden. Zwar produzieren sie bei Tageslicht Sauerstoff, wird es jedoch finster, sondern sie stattdessen Kohlendioxid ab, was eher hinderlich für einen entspannten Schlaf ist. Auch bei Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit gibt es etwas zu beachten. Ist die Luft im Raum nämlich sehr trocken, dann leidet der Schlaf darunter. Optimale Werte sind 45 bis 65 Prozent. Vor und nach der Nachtruhe sollte richtig gelüftet werden. Besser, als ganztägig das Fenster geöffnet zu haben, ist das Stoßlüften. Hier wird jeweils zehn bis 15 Minuten gelüftet, sodass ein optimaler Austausch der Luft stattfinden kann. Sofort danach die Heizung aufzudrehen ist auch ein typischer Fehler, den viele machen. Das begünstigt aber die Bildung von Schimmel. Grundsätzlich kann aber in der kühleren Jahreszeit auch geheizt werden, denn auch zu kühle Räume fördern die Schimmelbildung. Unter 16 Grad sollte die Raumtemperatur keinesfalls liegen. Schließlich produziert der Körper im Schlaf auch Feuchtigkeit, welche aber bei zu niedrigen Temperaturen nicht abtrocknet.

Rituale können helfen
Der Mensch ist bekanntermaßen ein Gewohnheitstier und auch der Organismus gewöhnt sich schnell an Rituale. Wer zu gleichen Zeiten schlafengeht und zu gleichen Zeiten aufwacht, wird eine Art innere Uhr entwickeln, welche dem Körper sagt, dass es Zeit zur Ruhe und zum Aktivwerden ist. Ganz gebunden ist der Körper aber nicht an die festen Uhrzeiten. Wer feststellt, dass er nicht müde ist, braucht sich noch nicht hinzulegen. Der Körper signalisiert durch das Müdigkeitsgefühl, wenn das Zubettgehen auf den Plan gerufen werden soll.

Ein anderer Tipp ist es, vor dem Zubettgehen gleiches oder ähnliches zu tun. Das kann beispielsweise das Lesen eines Buches oder den bereits erwähnten Abendspaziergang.

Wie wichtig Schlaf wirklich ist
Der eine oder andere Ratschlag kann womöglich helfen, um Schlafproblemen entgegenzuwirken. Das ist wünschenswert, denn dem Schlaf kommt eine ganz wichtige Rolle zu. Eine ausreichende Nachtruhe gewährleistet eine gute Konzentrationsfähigkeit, einen stabilen Herz-Kreislauf und ein gestärktes Immunsystem. Außerdem regeneriert sich der Körper und schüttet Wachstumshormone aus, die unter anderem positive Wirkungen auf das Hautbild und die Muskulatur haben. Als Richtwert gelten zwischen sechs und neun Stunden Schlaf, wobei jeder Mensch ein anderes Ruhebedürfnis hat.