Die 12 beliebtesten Teebaumöl Anwendungen (für deine Hausapotheke)

Teebaumöl

Viele kennen das beliebte Teebaumöl als schnelle Hilfe bei Pickeln und bei Hautpilzen. Doch das Öl mit dem unverwechselbaren intensiven Duft hilft nicht nur bei verschiedenen Hautproblemen.

Teebaumöl wurde als natürliches Erste-Hilfe Mittel in Australien vor allem beim Militär bis zur Einführung des Penicillin eingesetzt. Seit der Wiederentdeckung vor gut 30 Jahren gehört es mittlerweile in jede ganzheitliche Hausapotheke als antiseptisches Erste-Hilfe-Mittel.

Alles über Teebaumöl

Herkunft

Der Teebaum (Malaleuca alternifolia) ist in Australien und Neuseeland schon lange als Heilpflanze bekannt. Auch heute noch stammt das Teebaumöl hauptsächlich von den Sumpfgebieten an der Ostküste Australiens. Der Teebaum zählt zu den Myrtengewächsen und ist ein immergrüner Laubbaum. Der Wuchs ist eher klein. So sind diese Myrtengewächse eher strauchartig oder kleinwüchsige Bäume.

Geschichte

Verwendet wurde die Heilkraft des Teebaums schon von den Ureinwohnern Australiens und von den Maori Neuseelands. Sie bereiteten aus den Blättern einen Sud, den sie gegen Erkältungen, Entzündungen und Schmerzen einsetzten. Auch das Auftragen von gequetschten Blättern, so kann das ätherische Öl austreten, brachte Linderung bei Insektenstichen, Wunden und Hautausschlägen.

James Cook entdeckte den Baum im 18. Jahrhundert auf einer seiner Reisen. Er und sein Team wurden durch den intensiven Duft auf den Baum aufmerksam und bereiteten einen würzigen Tee aus den Blättern zu. Daher stammt der Name Teebaum, den das strauchartige Gewächs bis heute trägt. Cook und seine Leute fanden heraus, dass die Aborigines aus den Blättern auch Heilmittel herstellten. Damit konnte die Mannschaft einige Hautbeschwerden lindern.

Verbreitung

In Europa verbreitete sich rasch das Öl auf Grund seiner heilenden Wirkung. Vor allem in den tropischen Kolonien wurde es bis zum zweiten Weltkrieg von den dort stationierten Truppen eingesetzt. Durch den vermehrten Einsatz von Antibiotika wurde das Teebaumöl immer mehr verdrängt und geriet in Vergessenheit.

In den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das Öl wieder bekannter und hielt einen Siegeszug in der ganzheitlichen Kosmetik und Medizin. Von Australien wurde es in die ganze Welt exportiert. Heute sind auf dem Markt mittlerweile auch Teebaumöle aus China und anderen Anbaugebieten zu finden.

Wirkungsweise

Die Hauptwirkstoffe im Teebaumöl sind die Monoterpene, die auf der einen Seite starke Hautreize setzen auf der anderen Seite Pilzen, Viren, Bakterien und Parasiten an den Kragen gehen.

Teebaumöl für die Hausapotheke

Teebaumöl gehört auf Grund seiner hervorragenden antiseptischen und antimykotischen Wirkungen in jede ganzheitliche Hausapotheke. Auch in der Reiseapotheke sollte es nicht fehlen.
Gerade in tropischen Ländern, in denen Hautpilze durch das Klima viel weiter verbreitet sind, leistes das Öl hier gute Dienste (die Autorin spricht hier aus eigener Erfahrung).

Lagerung

Teebaumöl oxidiert sehr schnell und bildet dadurch vermehrt hautreizende Anteile. Deshalb das Öl immer kühl, lichtgeschützt und gut verschlossen aufbewahren. Das Öl sollte aus diesem Grund auch nicht jahrelang aufgehoben werden.

Anwendungen: Teebaumöl für die Hausapotheke

1. Kleine Wunden

Das Öl ist desinfizierend bei kleineren Schürfwunden und kann pur aufgetragen werden.

2. Blaue Flecken und Prellungen

Ebenso es kann als Umschlag (verdünnt) bei stumpfen Verletzungen eingesetzt werden.

3. Insektenstichen

Pur direkt auf den Insektenstich, verhindert Teebaumöl Entzündungen und lindert den Juckreiz.

4. Atemwegserkrankungen

Verdunstet in der Aromalampe oder noch besser im Vaporisateur, vermischt mit anderen Ölen wie zum Beispiel milden Thymian ist es gut bei Erkältungen einsetzbar. Es wirkt antiseptisch, schleimlösend und entzündungshemmend. Teebaumöl wirkt auch stärkend auf das Immunsystem.

5. Massageöl

Bei Muskelkater und Muskelverspannungen lässt es sich vermischt mit z.B. Wacholder oder Arnika und einem guten Basisöl gut bei Massagen verwenden. Es ist schmerzlindernd und durchblutungsfördernd.

6. Pilzerkrankungen

Besonders hervorzuheben ist die antimykotische Wirkung des Teebaumöls. Es wirkt hervorragend bei verschiedenen Hautpilzen wie z.B. Fußpilz oder Nagelbettpilz. Vermischt mit Palmarosa (hilft gegen Pilzsporen) macht es den Pilzen ruck zuck den Garaus. Man kann Teebaumöl dann auch einfach in einer Trägerlotion eintröpfeln und regelmäßig auftragen.

7. Pickel

Da Teebaumöl entzündungshemmend durch seine antibakterielle Wirkung ist, lässt es sich gut bei Pickeln einsetzen. Außerdem wirkt Teebaumöl austrocknend auf die Haut, was den Abheilungsprozess zusätzlich fördert.

8. Herpes

Viele schwören auf die antivirale Wirkung des Teebaumöls und tragen es beim ersten Jucken auf um somit einen Ausbruch zu verhindern. Bei empfindlichen Lippen  kann man das Öl verdünnt mit einem Trägeröl, zum Beispiel Olivenöl oder Jojobaöl, auftragen. Es gibt auch Lippenbalsam mit Teebaumöl zu kaufen. Diesen dann regelmäßig auftragen, so können präventiv die Viren in Schach gehalten werden.

Teebaumöl für die Schönheit

Durch die antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung des Teebaumöls lässt es sich auch wunderbar in der Natur-Kosmetik für verschiedene Problematiken einsetzen.

9. Schuppen

Shampoos mit Teebaumöl wirken gut bei verschiedenen Haarschuppentypen. Auch bei Schuppen, die durch Pilze ausgelöst werden. Zusätzlich wirkt Teebaumöl auch gegen fettiges Haar.

10. Unreine Haut

Da Teebaumöl auch austrocknend wirkt, hilft es bei fettiger Haut die zu Pickel und Mitessern neigt. Durch seine antibakterielle Wirkung sind Cremes und Lotion mit Teebaumöl bei problematischer Akne sehr gut einsetzbar, da es Entzündungen verhindert und den Fettgehalt der Haut reduziert. Hier gibt es auch Gesichtswasser mit Teebaumöl und Pickelstifte.

11. Warzen

Bei Warzen kann Teebaumöl pur direkt aufgetragen werden. Diese Anwendung sollte circa zwei bis vier Wochen regelmäßig durchgeführt werden. Hier bitte unbedingt darauf achten, dass die umliegende Haut nicht gereizt wird.

12. Flöhe und Läuse

Teebaumöl hilft auch gut bei Kopfläusen und bei anderen unerwünschten Gästen. So kann es auch gut bei Haustieren gegen Flöhe eingesetzt werden. Hier unbedingt verdünnt anwenden, da die Tiere durch Abschlecken das Öl sonst konzentriert aufnehmen. Gut ist es mit Kokosöl zu vermischen so ist gleichzeitig ein Zeckenschutz mit dabei. (Vorsicht! Bei Katzen nicht anwenden. Sie können Teebaumöl nicht abbauen.)

Auf was ist beim Kauf zu achten?

Bitte beim Kauf von Teebaumöl und Teebaumöl-Produkten immer auf gute Bioqualität achten. So kann man sich sicher sein, dass das Öl schonend hergestellt wurde. Auch ist die Konzentration der verschiedenen Bestandteile des Öles hautfreundlicher als bei Billigölen. Bei den billigen Ölen wird in der Gewinnung oft Chemie mit eingesetzt, die kontraproduktiv für die heilende Wirkung ist. Außerdem ist die Konzentration an Cineol, dem hautreizenden Anteil, meist sehr hoch, so dass bei einigen Menschen dann heftige Hautreaktionen auftreten. Setzte unbedingt auf 100% Reinheit und entscheide dich für eine sehr gute Qualität!