Sind Acai-Beeren tatsächlich ein Wundermittel zum Abnehmen?

Acai-Beeren

Sie ist zwar noch nicht allzu bekannt, aber umso größer sind die Versprechen, die mit der Acai-Beere einhergehen. Oftmals wird sie als Wundermittel zum Fettabbau bezeichnet, ihr wird aber auch nachgesagt, dass sie Anti-Aging-Effekte besitzt. Gleichzeitig soll sie auch eine vorbeugende Wirkung auf Krebserkrankungen haben. Was steckt hinter diesen Beeren, wo kommen sie her und was ist an den Versprechen dran?

Herkunft und Eigenschaften der Acai-Beeren
Die größten Vorkommen der Acai-Beere sind in Südamerika, vor allem in den Regenwäldern des Amazonas, zu finden. Die kleinen, dunklen Früchte erreichen einen Durchmesser von ein bis zwei Zentimetern. Sie wachsen auf Palmen und werden gelegentlich mit der Brombeere verglichen. Der Geschmack gilt als erdig und leicht fettig. In Südamerika wird die Frucht bereits seit Jahrhunderten als ein ganz gewöhnliches Nahrungsmittel gesehen, wobei sie auch von Medizinmännern verwendet wird. Acai-Beeren sind reich an Ballaststoffen und Vitaminen. Des Weiteren sind auch Kalium und Eisen in größeren Mengen enthalten. Da sie auch aus einem entscheidenden Teil aus Fetten bestehen, sind sie verhältnismäßig kalorienreich: 100 Gramm enthalten etwa 200 Kilokalorien. Das Antioxidant Anthocyan kommt darüber hinaus auch in den Acai-Beeren vor. Da es in der Lage ist, freie Radikale zu binden, die für den Alterungsprozess verantwortlich sind, kommt es zur Behauptung, dass die Frucht ein wirkungsvolles Anti-Aging-Mittel ist.

Erhofftes Mittel gegen überflüssige Pfunde?
Ein besonderer Fokus liegt aber vor allem auf den Beeren, weil sie angeblich ein wirkungsvolles, natürliches Diätmittel sein sollen. Diese Aussage ist in erster Linie aus den USA nach Europa geschwappt. Nach dem Ernten sind die kleinen Früchte nur 36 Stunden lang genießbar. Aus diesem Grund gibt es sie hierzulande besonders als Extrakt zu kaufen. Acai-Beeren gibt es so zum Beispiel als Saft oder in Tabletten-, Kapsel- oder Pulverform. Amerikanischen Medienberichten zufolge schwören bekannte Prominente auf die Wirkung der Beeren. Lady Gaga und Britney Spears sollen auf diese Weise ihre überflüssigen Pfunde losgeworden sein. Auch im Internet lässt sich eine ganze Reihe an positiven Erfahrungsberichten finden. Das alles klingt tatsächlich sehr vielversprechend. Der Haken ist jedoch, dass es bislang noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen gibt, welche die Wirkung auch wirklich unter Beweis stellen können. Was allerdings schon eher Tatsache ist, dass Acai-Beeren Hungergefühle verringern können. Diese Wirkung haben bereits zu früheren Zeiten die Menschen im Amazonasgebiet behauptet. Insofern kann die Frucht hilfreich sein, wenn eine Diät durchgeführt wird. Ob sie zusätzlich auch wirklich den Fettpölsterchen zu Leibe rückt, muss noch genauer erforscht werden.

Besseres Lebensgefühl und stärkeres Immunsystem
Weiterhin ist in vielen Erfahrungsberichten zu lesen, dass eine vitalisierende Wirkung auftritt. Anhand der in den Beeren enthaltenen Vitaminen A, C und E und vieler ungesättigter Fettsäuren ist anzunehmen, dass es darauf zurückzuführen ist. Natürlich kann auch so eine belebende Wirkung bei einer geplanten Gewichtsreduktion nützlich sein, um die notwendige Energie und Motivation für sportliche Aktivitäten aufzubringen. Gleichzeitig sorgen diese Vitamine für ein stärkeres Immunsystem und ein gesteigertes Wohlbefinden.

Abschließendes Fazit zur Acai-Beere
Nicht ganz zu Unrecht wird die Acai-Beere für ihre positiven Wirkungen gelobt. Gerade der hohe Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen machen sie zu einem wertvollen Lebensmittel, das förderlich für die Gesundheit ist. Zu wenig wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es allerdings zur Wirkung, was das Abnehmen angeht. Fakt ist aber auch, dass es kein Wundermittel gegen überflüssige Pfunde gibt. Schon allein die Tatsache, dass der Frucht nachgesagt wird, den Hunger zu bremsen, wäre bei einer Diät hilfreich. Insofern stellt diese südamerikanische Beere eine sinnvolle Ergänzung zu einer Gewichtsreduktion dar. Zugleich sollte sich aber keineswegs allein auf die Wirkung verlassen werden, denn schließlich sind körperliche Aktivität und eine bewusste Ernährung viel wichtigere Faktoren.

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