6 Schlafpositionen – und wie sie deine Gesundheit beeinflussen

Schlafposition

Der Schlaf ist eine wichtige Auszeit für unseren Körper und umso wichtiger ist die korrekte Schlafposition. Sind wir erst ins Reich der Träume eingetaucht, geht unser Blutdruck nach unten in die Erholphase. Der Herzschlag wird ebenfalls verlangsamt. Die Atmung beruhigt sich, wird flach und gleichmäßig. Das heißt nicht, dass unser Körper nicht mehr arbeitet. Auch wenn er sich in der Schlafphase regeneriert, erfüllt er noch viele Aufgaben. Dazu gehören die Ausleitung von giftigen Stoffen und die Rekonstruktion unserer Haut. Die Schlafposition und die Schlafunterlage sind zwei wichtige Faktoren für eine ausreichende Erholung.

Schlafposition im Überblick

Eine richtige oder perfekte Schlafposition gibt es nicht. Viele Menschen drehen sich noch lange im Bett hin und her, bis sie die angenehmste Position für sich gefunden haben. An Einschlafen ist erst dann zu denken, wenn man bequem liegt. Trotzdem muss die gefundene Schlafposition nicht immer die gesündeste und günstigste sein.

Hier findest du einen Überblick über die häufigsten Schlafpositionen, und was es darüber zu wissen gibt:

Position 1: Rückenlage mit Armen an der Seite
Diese Schlafposition gilt allgemein als die gesündeste und gleichzeitig erholsamste. Sie bietet der Wirbelsäule die optimale Möglichkeit der Entspannung und entlastet sie. Der Nacken bekommt eine perfekte Position, um zu relaxen. Voraussetzung dafür ist, dass keine Kissen unter den Kopf gelegt werden und eine natürliche Position vorhanden ist. Die Rückenlage bringt jedoch Nachteile mit sich. In dieser Schlaflage neigt man vermehrt zu Schnarchen. Die gefährliche Schlafapnoe, die zu Atemaussetzern während des Schlafes führt, wird vorwiegend bei Rückenschläfern beobachtet.

Position 2: Rückenlage mit Armen nach oben
Diese Schlafposition wird auch als Herzlage bezeichnet. Der Körper wird in diesem Fall komplett entspannt. Die neutrale Position ist dafür verantwortlich, dass weniger Reflux-Symptome beobachtet werden. Hier kommen Schlafapnoe und Schnarchen ebenfalls am häufigsten vor. Laut einer Studie, die von der New York Times veröffentlicht wurde, betrifft das Schnarchen auf dem Rücken mehr als die Hälfte der Personen, immerhin 54 Prozent. Die Rückenlage entspannt die Haut und beugt einer schnellen Hautalterung vor. Die Position der Arme führt aber vielfach zu Problemen in der Armmuskulatur und in den Schultern.

Position 3: Schlafen mit dem Gesicht nach unten
Selbst wenn viele den Schlaf auf dem Bauch als angenehm empfinden, birgt die Position Risiken für die Gesundheit. Um atmen zu können, wird das Gesicht nach rechts oder links gedreht. Dies hat eine ungünstige Lage der Nackenmuskulatur und der Nackenwirbel zur Folge. Nacken- oder Kopfschmerzen am nächsten Tag sind das Ergebnis. Die Wirbelsäule in ihrer Gänze befindet sich ebenfalls in einer ungünstigen Position und kann sich nicht optimal entspannen. Wer unter Verdauungsproblemen leidet, für den hat die Bauchposition beim Schlafen ihre Vorteile, die man nicht übersehen darf.

Position 4: Embryolage
Eine sehr beliebte Lage beim Schlafen ist die Embryoposition. Man liegt dabei auf der Seite und zieht die Knie nach oben, gleichzeitig drückt er sein Kinn nach unten. Auf den ersten Blick scheint die Embryoposition nicht gerade gesundheitsfördernd zu sein: Die Wirbelsäule ist gebogen, die Nackenwirbel sind überspannt und die Organe werden zusammengeschoben. Auch das das Atmen kann in dieser Position erschwert werden. Aber wie immer gilt: daraus soll man kein Gesetz machen. Denn die Embryoposition vermittelt auch Gefühle von Geborgenheit und Beruhigung. Nicht umsonst empfinden viele Menschen gerade diese Schlafposition als sehr erholend und entspannend.

Position 5: Seitenlage mit den Armen am Körper
Immer, wenn die Arme nach unten liegen, entlastet dies die Wirbelsäule. Ihre natürliche Position wird damit positiv unterstützt. Rücken- und Nackenschmerzen lassen nach. Für starke Schnarcher ist diese Position sehr vorteilhaft, denn sie vermeidet eine nach hinten Fallen des Unterkiefers.

Position 6: Seitenlage mit den Armen nach oben gerichtet
Im Großen und Ganzen gleicht diese Position der Vorgenannten. Sie hat den Vorteil, dass jede Seite genutzt wird. Damit entsteht keine Einseitigkeit bei der Belastung der Gelenke. Allerdings kann es in dieser Schlafposition dazu kommen, dass Nerven und Muskulatur ganz leicht „gequetscht“ werden. Dadurch kann unter Umständen das Blut nicht richtig zirkuliert, was wiederum zu Schulterschmerzen oder Schmerzen in den Armen führen kann.

Gibt es überhaupt eine optimale Schlafposition?
Welche Schlaflage die beste oder schlechteste ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Was nützt die erholsame Rückenlage, wenn ein Mensch einfach nicht einschlafen kann? Manche Schlafpositionen können sich aber definitiv störend auf den Organismus auswirken. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Schlafposition nicht ideal ist, versuchen Sie doch beim Einschlafen ganz bewusst eine andere Schlafposition auszuprobieren!

Oftmals ist auch die Schlafunterlage der Grund dafür, dass man Probleme hat eine angenehme Schallafposition zu finden. Achte auf auf jeden Fall darauf, eine gute Matratze zu verwenden, auf der du dich wohlfühlst. Matratzen müssen auch nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht werden, sonst sind sie „ausgeleiert“ und stützen den Körper im Schlaf nicht richtig. Verzichte auf zu hohe Kissen – dein Nacken sollte im Schlaf eine natürliche, entspannte Position finden können. Wenn du deine Probleme mit Schlafpositionen dauerhaft nicht loswerden kannst, dann versuch doch mal ein Wasserbett! EIn gutes Wasserbett kann definitiv dazu beitragen, deine Schlafposition angenehmer – und dadurch deinen Schlaf ruhiger zu machen.

Es gilt das Motto „Wie man sich bettet, so liegt man“, und das unabhängig von der Schlafposition.