Positive Effekte vom Ausdauertraining

Ausdauertraining

Radfahren, Schwimmen, Nordic Walking, Wandern, Skilanglauf, Joggen – die Liste der Möglichkeiten für Ausdauertraining ist lang. Noch länger ist aber die der positiven Auswirkungen auf die Gesundheit, von denen jeder profitieren kann. Je früher damit begonnen wird, umso besser. Wer sein Leben lang aktiv ist, kann selbst im hohen Alter noch das Leistungsniveau eines 30-jährigen halten. Wird erst in späten Jahren angefangen, lässt sich immerhin noch der körperliche Zustand eines 20 Jahre jüngeren Menschen erreichen.

Auch das sollte ein Ansporn sein, den Lebensabend fit und vital zu erleben. Mag es am Anfang vielleicht noch Überwindung kosten, stellt sich mit Sicherheit schon bald der Spaß am Ausdauertraining ein. Schließlich wird auch nach einer absolvierten Einheit ein Glücksgefühl festzustellen sein. Das liegt daran, dass Serotonin ausgeschüttet wird, was ganz einfach als Glückshormon bekannt ist. Des Weiteren wird sich auch Stress besser bewältigen lassen und weitere wünschenswerte Effekte wie ein gesteigertes Selbstwertgefühl und eine erhöhte Körperwahrnehmung sind in Hinblick auf die Psyche festzustellen.

Stärkeres Herz, kräftigere Lunge, gesünderes Blut

Neben dem Geist profitiert selbstverständlich auch der Körper vom Ausdauertraining – in vielerlei Hinsicht sogar. Beispielsweise ist ein ganz entscheidender Faktor, dass der Herzmuskel gestärkt wird. Bei regelmäßigem Ausdauertraining über einen längeren Zeitraum kann es zu einer sogenannten Sportherzbildung kommen. Darunter ist zu verstehen, dass sich das Organ durch Wachstum der Herzmuskulatur vergrößert und dadurch leistungsfähiger wird. Es kann bis zur doppelten Menge Blut mit einem Schlag durch den Körper pumpen, als das bei einem Untrainierten möglich ist.

Folglich werden weniger Herzschläge und weniger Sauerstoff benötigt. Die Konsequenz ist, dass Ruhepuls und Blutdruck sinken. Apropos Blut: Ausdauertraining sorgt dafür, dass sich die Zahl der roten Blutkörperchen, der Erythrozyten, erhöht. So kann das Blut mehr Sauerstoff aufnehmen und zugleich den Körper besser mit diesem versorgen. Verfügt das Blut über bessere Fließeigenschaften, verringert sich das Thromboserisiko. Gleichzeitig sind auch positive Effekte auf die Lunge festzustellen. Sie wird ebenfalls gestärkt, wodurch die Atmung kräftiger und leistungsfähiger wird.

 

Fett verlieren und das Immunsystem stärken

Wie bei jeder Form der Bewegung wird natürlich auch beim Ausdauersport die Muskulatur beansprucht und zum Wachsen angeregt. Eine erhöhte Muskelmasse bringt den Effekt mit sich, dass sie mehr Energie benötigt. Die Konsequenz: Der Körper verbrennt bereits im Ruhezustand mehr Kalorien. Das hilft in jedem Fall beim Vorhaben, das Körperfett zu reduzieren. Und das wird noch auf eine andere Weise erreicht: Nämlich dadurch, dass der Stoffwechsel angeregt wird und auch so weitere Kalorien verbrannt werden. Das Immunsystem wird ebenfalls gestärkt. Diese Wirkung hängt damit zusammen, weil die Anzahl der Antikörper erhöht wird. Mehr solcher Antikörper bedeuten, dass die Anfälligkeit für Erkältungen und Infektionen absinkt.

 

Weniger Stress, mehr Konzentration

Nicht nur die eingangs erwähnte Ausschüttung von Glückshormonen ist als Auswirkung auf die Psyche zu nennen. Durch Ausdauertraining verringern sich die Hormone Adrenalin und Cortisol, die für Stress verantwortlich sind. Je weniger sie im Körper auftauchen, umso resistenter ist der Geist gegen Stressbelastungen. Zu guter Letzt wird auch eine bessere Konzentrationsfähigkeit festzustellen sein. Aufgrund der besseren Durchblutung ist auch das Gehirn optimal versorgt und einzelne Gehirnzellen werden miteinander verknüpft.

Anhand dieser vielen wünschenswerten Effekte ist es jedem Menschen zu empfehlen, regelmäßig Ausdauertraining in seinen Alltag einzuplanen. Für Einsteiger sind ein bis zwei Einheiten pro Woche gut geeignet, anschließend sind drei bis vier Aktivitäten optimal. Weil sich die Ausdauer auch auf vielseitige Weise trainieren lässt, muss keine Langeweile aufkommen. Wer möchte, kann gerne zwischen verschiedenen Methoden wechseln. Je höher die Bewegungserfahrung in einem Bereich ist, desto besser wird sich der Athlet auch in einem anderen zurechtfinden.