Mehr trinken, bitte! Warum der Körper so stark auf Flüssigkeit angewiesen ist

Vielen Menschen beschäftigen sich mit dem Thema Ernährung und Diäten. Was aber häufig kaum beachtet wird, ist das Trinken. Die Gesundheit wird aber in mindestens genauso entscheidender Weise von der Flüssigkeitsaufnahme beeinflusst wie durch das Essen. Bekannt sollte auch die Tatsache sein, dass der Mensch in der Lage ist, mehrere Wochen ohne Nahrung auszukommen – ohne Trinken hingegen nur wenige Tage. Doch warum ist Trinken so wichtig?

depressedZu wenig Flüssigkeit im Körper birgt Risiken
Bis zu einer gewissen Grenze ist es dem Körper möglich, einen Flüssigkeitsmangel auszugleichen, ein Flüssigkeitsdefizit kann dem Organismus allerdings Schaden zuführen. Das wichtigste Transportmittel im Inneren, das Blut, besteht zum großen Teil aus Wasser. Ist nicht ausreichend Wasser im Körper vorhanden, fließt es nicht mehr richtig. Die Folge ist, dass der gesamte Organismus nicht optimal versorgt werden kann. Darunter leidet in besonderem Maße das Gehirn, welches mit Konzentrationsschwächen reagiert. Je weniger Flüssigkeit vorhanden ist, desto höher ist das Risiko zu Verstopfungen, Infektionen der Harnwege oder zu Erkrankungen der Nieren. Mit einem Flüssigkeitsmangel geht auch die Tatsache einher, dass die Haut und die Schleimhäute austrocknen. Folglich erhöht sich dadurch die Gefahr, dass Bakterien und Viren den Körper angreifen. Generell sinkt auch die Leistungsfähigkeit bei einem Mangel an Flüssigkeit. Um derartige Probleme gar nicht erst zuzulassen, gibt es deutliche Warnsignale des Körpers. Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und natürlich Durst sind klare Zeichen, dass Flüssigkeit aufgenommen werden sollte.

Wie viel Trinken ist richtig?
Der menschliche Organismus benötigt pro Tag zwischen zwei und drei Litern an Flüssigkeit. Schon allein eineinhalb Liter werden über die Nahrung aufgenommen, in welcher Wasser gebunden ist. Durch die Energiebereitstellung im Inneren wird zudem eine geringe Menge Flüssigkeit erzeugt. Die Richtwerte, was ein Mensch täglich trinken soll, variieren teilweise. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) geht die Empfehlung aus, mindestens 1,3 bis 1,5 Liter zu trinken. Bestenfalls geschieht das in Form von Wasser oder zuckerfreiem Tee, weil beide Getränke frei von Kalorien sind. Andere Experten vertreten die Ansicht, dass pro 25 Kilogramm Körpergewicht ein Liter getrunken werden sollte. Bei einem 80 Kilo schweren Menschen entspräche das 3,2 Litern. In jedem Fall ist es besser, lieber etwas mehr als zu wenig zu trinken. Vor allem Sportler sollten auf eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr achten, da schon allein die Muskulatur ansonsten schlechter versorgt und weniger leistungsfähig ist.

hand reject a bottle of beer in the barAusreichend trinken: So klappt das Vorhaben
Die meisten Menschen, besonders ältere, trinken zu wenig. Mit Hilfe einiger Tipps lässt sich vielleicht etwas dafür tun, dass die Flüssigkeitszufuhr künftig erhöht wird. Ein festes Ritual kann sein, jeder Mahlzeit ein Getränk hinzuzufügen. Es sollte zudem darauf geachtet werden, dass gleichmäßig über den Tag verteilt getrunken wird. Am Abend festzustellen, dass bislang zu wenig an Flüssigkeit aufgenommen wurde und daraufhin eine große Menge zu trinken, bringt wenig. Stattdessen sollten lieber häufiger kleinere Trinkmengen zugeführt werden. Wer sich an seinen Arbeitsplatz oder generell im Alltag ein Getränk in greifbare Nähe platziert, wird es auch nicht vergessen. Gerne kann auch bei der Getränkeauswahl variiert werden. Es muss natürlich nicht immer nur Wasser oder Tee sein. Schorlen sind beispielsweise auch eine gute Alternative. Der morgendliche Kaffee kann ebenso zur Flüssigkeitsaufnahme gezählt werden. Zwar kursiert die Behauptung, er würde den Körper entwässern, aber diese Behauptung ist falsch. Was jedoch als eher kontraproduktiv anzusehen ist, das ist der Griff zu Alkohol. Dadurch werden dem Körper sogar Mineralstoffe und Flüssigkeit entzogen. Die Folge ist ein anschließendes Durstgefühl. Hierauf sollte in jedem Fall Wasser oder Tee getrunken werden, um diesen Verlust wieder auszugleichen.