High-Carb-Diät: Schlank durch Kohlenhydrate

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate haben den Ruf, dass sie Dickmacher sind. Bekannt ist die Low-Carb-Methode, welche als eine der bekanntesten Diäten überhaupt gilt und darauf basiert, Kohlenhydrate auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Im Gegensatz dazu steht die High-Carb-Diät, welche genau auf dem Gegenteil beruht. Hier wird also auf eine besonders hohe Kohlenhydratzufuhr geachtet. Stattdessen wird vor allem der Fettkonsum reduziert.

High-Carb kann flexibel sein und hat Vorteile
Die High-Carb-Diät ermöglicht viel Flexibilität und bindet an keinen ganz strikten Ernährungsplan. Konkret heißt das, es gibt keine vorgegebenen Uhrzeiten, an denen eine Mahlzeit gegessen werden soll. Zudem darf, im Rahmen der Ernährungsmethode, so viel gegessen werden, wie gewünscht. Es soll kein Hungergefühl entstehen. Trotzdem ist das Ganze natürlich kein Selbstläufer. Bei der High-Carb-Ernährung wird nur auf pflanzliche, fettarme Lebensmittel zurückgegriffen. Dazu lassen sich in erster Linie Kartoffeln, Reis, Mais oder auch Bohnen zählen. Kohlenhydrate stellen eine wichtige Energiequelle für den Körper dar. Sie liefern die Glukose, welche zunächst zu Glykogen abgebaut und anschließend in der Muskulatur sowie in der Leber gespeichert wird. Gerade, wenn neben der Diät noch reichlich Sport getrieben wird, kann eine hohe Kohlenhydratzufuhr für die nötige Power während des Trainings sorgen. Bei der Low-Carb-Methode ist hingegen oftmals festzustellen, dass die Leistung aufgrund des Glykogenmangels nachlässt.

Kohlenhydrate sind nicht alles

Aber selbstverständlich kommen auch Fette und Eiweiße nicht zu kurz. Eiweiß ist notwendig, um Muskulatur aufzubauen. Schließlich bestehen die Muskelzellen selbst auch aus Proteinen. Fette werden ebenfalls, wenn auch in einem geringen Maße, bei der High-Carb-Diät gegessen. Sie regulieren unter anderem den Hormonhaushalt und sorgen für eine verbesserte Aufnahme von Vitaminen. Solche, für den Organismus nützlichen Fette – besonders Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren – finden sich vor allem in Nüssen, Kokos, Oliven sowie in Lein- und Chia-Samen wieder. Die Schwäche der High-Carb-Methode ist darin zu sehen, dass es keine wirklichen Empfehlungen für das optimale Verhältnis von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen gibt. Ein Richtwert geht aber von 80 Prozent Kohlenhydraten, und jeweils zehn Prozent Proteinen und Fetten aus. Fraglich ist aber, ob das mit der täglichen Ernährung wirklich schaffbar ist.

Fazit zur High-Carb-Diät
Dass Abnehmen auch mit Kohlenhydraten möglich ist, zeigt diese Methode ganz eindeutig. Wer allerdings schon mit einer Low-Carb-Methode Erfahrungen gemacht hat, benötigt womöglich etwas Zeit, bis sich der Organismus an die Umstellung gewöhnt hat. Ein blitzartiges Abnehmen wird jedoch nicht möglich sein, was allerdings auch aus gesundheitlicher Sicht gut ist. Gerade weil nicht gehungert werden muss, wird die Ernährungsform weniger als Diät empfunden. Kalorienaufnahmen bis zu 5.000 kcal täglich sind durchaus möglich. Gerade für Sportler ist hier von einer empfehlenswerten Diät zu sprechen, da die Muskulatur bestens versorgt ist und mit keinen Leistungseinbrüchen wie bei anderen Methoden zu rechnen ist. Auch nach der Aktivität werden dank der Kohlenhydrate die Energiespeicher schnell wieder aufgefüllt. Mehrere Studien haben außerdem nachweisen können, dass die High-Carb-Ernährung optimal für Diabetes-Kranke und Herzpatienten geeignet ist. Als Schwäche ist zu sehen, dass es keine wirklichen Richtwerte für die Verteilung von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen gibt. Hier gilt es, selbst den optimalen Plan für sich zu entwickeln. Dieser beruht auf Erfahrungen und kann deswegen etwas Zeit benötigen, bis er optimiert ist. Gleichzeitig ist aber auch darauf hinzuweisen, dass jeder Körper unterschiedlich reagiert. Für den einen kann diese Diät wirkungsvoll sein, ein anderer spricht vielleicht besser auf Low-Carb an.