Heimtraining: Es muss nicht immer das Fitnessstudio sein

Heimtraining

Viele Menschen würden gerne Sport treiben, es kostet sie allerdings Überwindung, sich in einem Fitnessstudio anzumelden und anschließend regelmäßig dorthin zu gehen. Eine Alternative wäre es, den Sport im eigenen Zuhause zu absolvieren. Gleichzeitig kann es auch eine Möglichkeit darstellen, sich zunächst einmal auszuprobieren, ob einem der Sport zusagt oder nicht.

Wie kann daheim trainiert werden?
Nun, dabei sind viel mehr Möglichkeiten gegeben, als einem vielleicht auf Anhieb einfallen. Ein Krafttraining kann ebenso gut abgehalten werden, wie eine Bauch-Beine-Po-Einheit oder Yoga. Wer ganz am Anfang steht, muss mit keinen großen Anschaffungen rechnen. Hilfreich wäre zwar eine Matte als Unterlage, welche jedoch alternativ auch durch ein Handtuch ersetzt werden kann. Ein weiterer Zusatz könnte ein Pezziball sein, welcher jedoch nicht zwingend erforderlich ist. Für den Einstieg lassen sich beispielsweise Kraft- und Muskelaufbauübungen ganz simpel mit dem eigenen Körpergewicht durchführen. Wer noch nicht an regelmäßige sportliche Aktivität gewöhnt ist, wird staunen, wie anstrengend Kniebeugen oder Liegestütze sein können. Im Internet gibt es eine große Auswahl an Videos, in denen solche sogenannten „Bodyweight-Übungen“ – also Übungen mit dem eigenen Körpergewicht – erklärt und vorgezeigt werden. Das Gleiche gilt auch für Joga: Auch hier gibt es ausreichend Anschauungsmaterial und zudem auch eine Vielzahl an DVDs.

So lässt sich das Heimtraining aufwerten
Zu bedenken ist aber auch, dass mit Übungen, bei denen immer nur auf das eigene Gewicht gesetzt wird, irgendwann kein Trainingseffekt mehr entsteht. Der Grund ist, dass die Reize, die anfangs für den Körper neu waren, keine wirklichen Belastungen mehr darstellen. Die Folge: Der Körper hat sich daran gewöhnt und wird leistungsfähiger. Es wird vor allem in der Trainingslehre von Anpassung oder Adaption gesprochen. Um die körperliche Entwicklung weiter fortzusetzen, kann zusätzliches Gewicht verwendet werden. Typisch sind hier oftmals Wasserkästen oder ein Stapel Bücher. Früher oder später lässt sich auch noch zusätzliches Equipment bestellen, welches das Training zusätzlich aufwertet. Dazu gehören unter anderem eine Langhantel, einige Gewichtsscheiben und bestenfalls noch ein Paar verstellbare Kurzhanteln. Solches Zubehör ist leicht über das Internet bestellbar und wird auch in vielen Sportgeschäften angeboten. Wer zusätzlich noch überlegt, sich ein Laufband, ein Fahrradergometer oder einen Stepper anzuschaffen, sollte noch einmal überlegen, ob er die Aktivität nicht auch nach draußen verschieben kann. Immerhin nehmen solche Geräte eine ganze Menge Platz ein.

Vor- und Nachteile des Heimtrainings
Die Vorzüge des Heimtrainings liegen klar auf der Hand. Es lässt sich Zeit sparen, indem nicht der Weg in ein Fitnessstudio auf sich genommen werden muss. Oftmals herrscht zu den Stoßzeiten ein großer Andrang in den Studios, sodass oftmals Geräte besetzt sind. Auch diesem Problem lässt sich somit aus dem Weg gehen. Während im Fitnesscenter regelmäßige Monatsbeiträge anfallen, kann das Heimtraining zunächst ohne Ausgaben begonnen werden. Später Anschaffungen sind als einmalig anzusehen. Während viele Studios ihre Mitglieder an längere Vertragslaufzeiten binden, kann hier zunächst einmal ausgetestet werden, ob es überhaupt das Richtige für einen ist. Ferner ist ein gewisses Vorwissen notwendig, um die Übungen einerseits richtig ausführen und andererseits zu wissen, was sie im Einzelnen bewirken. Andererseits ist natürlich auch klar, dass in den Fitnessstudios eine größere Möglichkeit gegeben ist, sich körperlich zu betätigen. Anhand der zahlreichen Geräte und Gewichte ist es hier auch weniger ein Problem, die angesprochenen neuen Reize zu setzen. Darüber hinaus kann Fachpersonal die Übungen überwachen und auf mögliche Bewegungs- oder Haltungsfehler hinweisen. Manche Fitnessstudiobesucher schätzen zudem das Zusatzangebot, welches sie dort vorfinden. Oftmals gibt es noch eine Sauna, ein Solarium, Körperanalysen oder Kurse.

Als Alternative ist noch ein Heimtraining mit einem Online-Coaching zu sehen. Hierfür haben sich mittlerweile mehrere Anbieter am Markt etabliert, welche ihre Trainingsprogramme über einen Online-Account zugänglich machen. Hier bekommt der Einzelne ebenso die entsprechenden Übungen für zuhause veranschaulicht und einen Leitfaden für sein Training an die Hand. Zu berücksichtigen ist aber, dass auch hier für diese Programme entsprechende monatliche Kosten anfallen.