Goji-Beeren: Kleine Beeren mit großer Wirkung aus dem Reich der Mitte

Die chinesische Medizin setzt bereits seit über 6.000 Jahren auf die Wirkung der Goji-Beeren. Hierzulande gibt es die kleinen orange-roten Beeren des Gemeinen Bocksdorns erst seit einigen Jahren. Doch was macht die kleinen Früchte so besonders und angeblich zu einem der besten Lebensmittel der Welt?

Herkunft und Anwendungsgebiete der Goji-Beere
Beim Gemeinen Bocksdorn handelt es sich zunächst einmal um ein Nachtschattengewächs, welches alternativ auch unter den Bezeichnungen Chinesische Wolfsbeere und Glücksbeere bekannt ist. An diesen Sträuchern, die bis zu vier Meter hoch werden, wächst die Goji-Beere. Zu finden sind die sommergrünen Pflanzen teilweise in Südosteuropa, vor allem aber in China. Das größte Anbaugebiet liegt im Nigxia-Tal, wo die Beeren einerseits von der Sonne getrocknet und andererseits direkt und frisch zu Saft verarbeitet werden. Goji-Beeren werden zu den sogenannten Superfoods gezählt – darunter sind Lebensmittel zu verstehen, die durch einen besonders hohen Anteil an notwendigen Mineralien und Nährstoffen gekennzeichnet sind. Von all diesen Superfoods verfügt die Goji-Beere über die besten Eigenschaften. Ihre Einsatzgebiete sind vielfältig: So trägt sie unter anderem zur Stärkung des Immunsystems und dem Zellschutz bei und gilt als wirkungsvolles Mittel gegen Leukämie- und Krebserkrankungen.

Wirkungsvolles Heilmittel gegen viele Krankheiten
Damit sind aber längst noch nicht alle Gebiete abgedeckt, auf denen diese asiatische Beere als hilfreich zu betrachten ist. Die traditionelle chinesische Medizin setzt unter anderem auch auf Goji-Beeren, wenn es um Bluthochdruck und erhöhten Blutzucker geht. Auch auf die Augen wird der Frucht eine positive Wirkung nachgesagt. Sie schützen bei Grünem Star vor einer Zerstörung des Sehnervs. Die Darmflora kann ebenso von der Glücksbeere profitieren: Die in den Goji-Beeren auftretenden Polysaccharide stellen eine wichtige Energiequelle für das Verdauungssystem dar. Auf diese Weise werden Infektionen mit Bakterien oder Pilzen vermieden und gleichzeitig wird die Verdauung optimiert. Weil den Beeren ferner auch eine antientzündliche Wirkung nachgewiesen wurde, können sie gegen eine ganze Reihe von Krankheiten eingesetzt werden, die auf Entzündungen zurückzuführen sind. Angefangen bei Allergien, Asthma über chronische Schmerzen bis hin zur Bekämpfung von Krebs. Zu guter Letzt sorgen Goji-Beeren für eine erhöhte Ausschüttung von Wachstumshormonen, wodurch nicht nur die Haut profitiert, sondern auch ein verbessertes Muskelwachstum gewährleistet wird. Dementsprechend werden die kleinen Beeren auch von vielen Sportlern geschätzt. Wie lässt sich diese Fülle an positiven Eigenschaften erklären? Die Goji-Beeren enthalten reichlich Vitalstoffe, Aminosäuren, Eisen, Chrom, Magnesium, Kalzium, Natrium, Nickel, Kupfer sowie die Vitamine A, C, B1, und B2, sodass es sich um eine der nährstoffreichsten Früchte überhaupt handelt.

Goji-Beeren kaufen und zubereiten
Die orange-roten Beeren gibt es entweder in flüssiger Form als Saft oder getrocknet, ähnlich wie Rosinen. Sie werden aber auch weiterverarbeitet als Marmelade, Likör, Tee oder Wein verkauft. Erhältlich sind die Früchte unter anderem in Apotheken, Reformhäusern, Bioläden, Shops mit asiatischen Produkten und natürlich im Internet. Nicht nur, dass sie vielerlei Wirkungen haben, sie sind auch vielfältig verwendbar. Beispielsweise können sie zum morgendlichen Müsli hinzugefügt werden. Allerdings schmecken sie auch im Quark, Joghurt und in Salaten. Des Weiteren können sie wie Preiselbeeren auch zu deftigen Speisen wie Wildgerichten serviert werden. Sie stellen zudem das passende i-Tüpfelchen zum Eis, Kuchen oder Torten dar. Und was natürlich auch nicht vergessen werden sollte: Pur schmecken sie ebenfalls ganz hervorragend.