Fünf Diät-Mythen auf den Leib gerückt

Diät-Mythen

Wer sich auf eine Diät einlässt, macht Erfahrungen – positive wie negative. Oftmals wird aber Hals über Kopf entschieden, dass die Pfunde nun endlich purzeln sollen. Dann fehlt es an einem echten Plan und dem nötigen Vorwissen. Eine Gewichtsreduktion funktioniert am besten dann, wenn sie gut durchdacht und vorbereitet ist. Ansonsten läuft sie Gefahr, zu scheitern. Wer am Ende erfolglos war, sucht nach Erklärungen. Auf diese Weise können Diät-Mythen entstehen. Genau diesen soll mit diesem Artikel der Kampf angesagt werden.

Diät-Mythos Nummer 1: Am Ende jeder Diät steht der Jojo-Effekt

Diäten können aus den unterschiedlichsten Gründen misslingen. Mangelndes Durchhaltevermögen oder zu ehrgeizige Ziele sind wahrscheinlich die häufigsten Ursachen. Wer bereits mit unrealistischen Erwartungen an das Vorhaben herangeht, kann nur enttäuscht werden. Zu viel Gewicht in zu kurzer Zeit zu verlieren, deutet auf eine stark kalorienreduzierte Ernährung hin. Letztlich wird der Hunger dadurch nur noch größer. Irgendwann wird dann die eiserne Haltung aufgehoben. Im schlimmsten Fall kommt es zum Frustessen. Wer langsam seine Kalorien reduziert und damit Schritt für Schritt vorgeht, wird keine so großen Hungergefühle verspüren, als wenn gleich zu viel gestrichen wird. Selbst wenn ein Ziel mit der Diät erreicht wurde und es rückt danach das alte Ernährungsschema auf den Plan, ist es klar, dass sich der Jojo-Effekt einstellt. Hat der Körper zunächst weniger Energie bekommen, musste er damit klarkommen. Sind es plötzlich wieder mehr, weiß er gar nicht, wohin damit. Die Folge ist, dass es wieder als Fett eingespeichert wird. Der Jojo-Effekt lässt sich durch regelmäßige Bewegung verhindern und zudem durch eine langfristige Umstellung der Ernährung. Letztere ist deutlich wirkungsvoller als eine vorübergehende Reduktion der Kalorien.

Diät-Mythos Nummer 2: Es gibt ein Wundermittel für Fettabbau

Dass diese Auffassung existiert, mag vor allem der Werbeindustrie geschuldet sein. So vielseitig die Versprechen der vermeintlichen Wundermittel sind, so umfangreich ist auch das Angebot der Produkte selbst. Aus diesen Versprechen hat sich ein überaus lukratives Geschäft entwickelt. Viele, die sich an eine Diät heranwagen, suchen Hoffnung bei einem Produkt, welches sie bei ihrem Vorhaben unterstützt – oder bestenfalls tatsächlich wahre Wunder vollbringt. Die Wahrheit ist: So ein Produkt gibt es nicht. Wäre es erfunden, ist wohl davon auszugehen, dass es keine übergewichtigen Menschen mehr gäbe. Es ist eine Reihe an Nahrungsergänzungsmitteln vorhanden, die zwar tatsächlich unterstützend bei einer Diät wirken können, aber auch sie nehmen dem Menschen die Arbeit nicht ab. Und diese eigentliche Arbeit ist eine gezielte Ernährung und regelmäßige Bewegung. Nur auf diese Weise lässt sich das Körpergewicht reduzieren. Selbst bei Nahrungsergänzungsmitteln ist eben – wie es der Name bereits klarstellt – lediglich von einer Ergänzung zu sprechen. Diese Supplemente sind demnach absolut kein Muss.

Diät-Mythos Nummer 3: Spätes Essen macht dick

Beim ersten Nachdenken mag diese Behauptung zutreffen. Wer spät abends noch eine große Mahlzeit zu sich nimmt, kann diese anschließend nicht mehr verbrennen, wenn er schläft. Die Folge ist, dass die Nahrung als Körperfett gespeichert wird. Doch auch diese Behauptung ist und bleibt ein Mythos. Schon allein die Tatsache, dass sich zwar der menschliche Tagesablauf nach Uhrzeiten richtet, der Körper aber kein Zeitgefühl hat, entkräftet es. Der Körper weiß nicht, wann der neue Tag beginnt – er kennt nur die Gewohnheiten des Schlafens und des Aufstehens. Zudem ist er ständig mit Auf-, Ab- und Umbauprozessen beschäftigt, sodass er auch Mangel und Überschüsse ausgleichen kann. Folglich kommt es für den Organismus auch nicht darauf an, wie viele Kalorien an einem einzigen Tag aufgenommen wurden, sondern über einen längeren Zeitraum. Klar ist, dass aber Diäten einen Plan brauchen, wie viele Kalorien täglich zugeführt werden sollen. Obwohl es empfehlenswert ist, mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich zu nehmen, kommt es nur auf die Kalorienbilanz als solche an. Insofern wäre also auch eine große Mahlzeit ausreichend, sofern sie die geforderte Kalorienmenge deckt. Die Uhrzeit ist dabei ebenfalls nicht von entscheidender Bedeutung.

Diät-Mythos Nummer 4: Fett lässt sich lokal verbrennen

Jeder hat seine sogenannten Problemzonen, an denen er gerne vorhandenes Körperfett loswerden möchte. Das Fett allerdings lokal zu verbrennen, also an bestimmten Stellen, ist nicht möglich. Der Körper kann nur insgesamt seinen Körperfettanteil verringern. Gerade die Bereiche um die Hüften und die Oberschenkel stellen die Bereiche dar, wo Reserven gespeichert sind, aus denen der Körper seine Energie zieht, wenn er weniger Nahrung zugeführt bekommt. Somit verschwinden diese sogar zumeist zuletzt. Wo das Körperfett am längsten und wo es am schnellsten zurückgebildet wird, ist von jedem einzelnen Menschen und seiner Genetik abhängig.

Diät-Mythos Nummer 5: Sport ist immer der Schlüssel zum Erfolg

Wer sich bewegt, kann sich laut Auffassung vieler mehr gönnen oder sogar alles essen. Natürlich ist das nicht so: Wer eine halbe Stunde joggt, verbrennt dabei etwa 300 Kilokalorien. Der Abnehmeffekt verpufft anschließend wieder, wenn eine noch größere Kalorienmenge zugeführt wird. Fakt ist, dass Sport alleine ebenso wenig ausreicht, um Gewicht zu verlieren, wie eine reduzierte Diät. Beide Faktoren gemeinsam machen das Vorhaben allerdings erfolgreich und Sport ist als unterstützendes Mittel zu verstehen.

[amazon box=“3827013135″/]