Erdnussöl

Erdnussöl

Die Erdnuss, die ein warmes Klima mit viel Sonne benötigt, wurde bereits vor 2000 Jahren in Südamerika angebaut. Seit die Erdnuss einige Jahrhunderte später nach Europa kam, bediente sie eine stets steigende Nachfrage. Bis heute erfreut sich das Gewächs, was genau genommen nicht zu den Nüssen, sondern zu den Erbsengewächsen zählt, großer Beliebtheit. Aus Erdnüssen hergestelltes Öl findet ebenfalls weltweit verbreiteten Nutzen und bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.

Zum einen wird Erdnussöl in der Küche verwendet. Man kann es zum Kochen, Braten und vor allem auch zum Frittieren benutzen. Durch seinen verhältnismäßig hohen Rauchpunkt, der bei etwa 160 °C liegt, ist Erdnussöl eines der wenigen kalt gepressten Pflanzenöle, die sich zum Braten und Frittieren eignen. Bei Erdnussöl mit Bio-Qualität kann davon ausgegangen werden, dass das Öl weder durch Druck- noch durch Wärmebehandlung gewonnen wurde. Ausschließlich raffiniertes Erdnussöl wird mit Hitze behandelt und hat dementsprechend einen noch höheren Rauchpunkt. Dieser liegt bei bis zu 230 °C. Besonders in der asiatischen Küche wird häufig Erdnussöl verwendet, beispielsweise für Wokgerichte. Der Verzehr von Erdnussöl führt uns direkt zum medizinischen Nutzen, der durch die Inhaltsstoffe geboten wird. So senkt Erdnussöl unter anderem den Cholesteringehalt im Blut und kann so Herz- und Kreislaufbeschwerden vorbeugen. Desweiteren hat es eine durchblutungsfördernde Wirkung, die besonders bei Blasenentzündungen, Verdauungsbeschwerden und Stress positiv zum Vorschein kommt. Neben diesen medizinischen Anwendungsbereichen im Körperinneren bietet Erdnussöl einigen Nutzen beim Auftragen auf die Haut. So kann es beispielsweise die Heilung von Ekzemen unterstützen, da es eine stark rückfettende Wirkung hat. So wird die Feuchtigkeit der Haut wiederhergestellt und der Fettmantel der Haut wieder aufgebaut. Gerade auch bei Neurodermitis kann Erdnussöl den Heilungsprozess deutlich beschleunigen. Der Ölfilm, der die Haut wie ein Schutzmantel bedeckt, sorgt dafür, dass sie diese schneller regeneriert. Außerdem regt Erdnussöl auch die Durchblutung an, wenn es von außen auf die Haut aufgetragen wird. Diese Anwendung kann rheumatischen Erkrankungen vorbeugen. Dicht angelehnt, an die äußere Anwendung zu medizinischen Zwecken, kann man aus Erdnussöl einen großen kosmetischen Nutzen ziehen. Vor allem die Eigenschaft Feuchtigkeit zu binden sorgt dafür, dass gereizte, raue und trockene Haut wieder geschmeidig weich wird. Die Tatsache, dass Erdnussöl nur langsam in die Haut einzieht, macht es zu einem geeigneten Massageöl. Ebenfalls in der Baby- und Kinderpflege und gelegentlich auch in der Altenpflege wird Erdnussöl verwendet. Allerdings muss man, wie in jedem Anwendungsbereich, darauf achten, dass der Benutzer keine Erdnussallergie hat.

Das Kaltpressungsverfahren, womit das Öl aus den Erdnüssen herausgelöst werden kann, ist ein Grund dafür, warum es sehr schwierig ist, Erdnussöl selbst herzustellen. Allerdings ist Erdnussöl im Vergleich zu anderen Nussölen preislich gesehen noch relativ günstig. Bei der Lagerung sei zu beachten, dass das Öl am besten dunkel und sonnengeschützt aufbewahrt wird. Außerdem sollte es nicht unter 10 °C gelagert werden, da es sonst zähflüssig wird und diese Konsistenz für die meisten Gebrauchsmöglichkeiten ungeeignet ist. Sollte sich das Öl während der Lagerung verfärben oder Schlieren ziehen, könnte dies darauf hindeuten, dass das Öl seine Haltbarkeit überschritten hat. Im optimalen Fall ist Erdnussöl bis zu 24 Monate haltbar.

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