Dank Mandelmehl Low-Carb backen

Low-Carb

Besonders diejenigen, die Kuchen und Kekse lieben, werden bei einer Low-Carb Diät unter dem Verzicht leiden. Da bei selbstgebackenen Speisen der Anteil an Weizenmehl in der Regel sehr hoch ist, muss auf das Hobby und den anschließenden Genuss leider verzichtet werden. Außer man tauscht das kohlenhydratreiche Weißmehl gegen Mandelmehl.

Was ist Mandelmehl?
Auch wenn Mandelmehl an gemahlene Mandeln erinnert, die es in beinahe jedem Supermarkt zu kaufen gibt, handelt es sich hier um ein völlig anderes Produkt. Das Mandelmehl ist ein Nebenprodukt, das bei der Herstellung von Mandelöl entsteht. Denn um Mandelöl zu erhalten, müssen die Mandeln zunächst fein gemahlen und anschließend gepresst werden. Zusätzlich werden sie in einem letzten Schritt entölt. Der Presskuchen, der dann zum Schluss übrig bleibt und nur noch einen Fettanteil von 12 Prozent besitzt, ist das Mandelmehr. Insgesamt werden zwei Arten unterschieden: Helles und dunkles Mandelmehl. Das dunkle Mandelmehl ist etwas günstiger, weil es von ungeschälten Mandeln stammt. Zum Backen von Kuchen und Keksen eignet sich allerdings eher helles Mandelmehl, für das geschälte Mandeln gepresst worden sind. Das Mehl ist sehr fein und wenn man daran riecht, hat es einen ganz leichten Marzipan-Duft. Der Geschmack ist ein wenig nussig-süß und daher perfekt zum Backen geeignet.

Figurfreundliches Mehl
Ob Weizenmehl, Dinkelmehl oder Vollkornmehl – Mehl, das von Getreide stammt, besitzt immer einen hohen Kohlenhydratanteil, sodass es im Zuge einer Low-Carb-Ernährung nicht verwendet werden sollte. Auch eine Glutenunverträglichkeit kann dafür sorgen, auf Brot vom Bäcker und Kuchen bei den Freunden verzichten zu müssen. Außer die zubereiteten Backwaren werden mit Mandelmehl hergestellt. Das Mehl besitzt auf 100 Gramm etwa 12 Gramm Fett, was einen deuttlch höheren Fettgehalt als bei Weizenmehl bedeutet, aber in der Low-Carb-Ernährung zum Glück keine große Rolle spielt. Dennoch ist das Mehl immer noch figurfreundlicher als die unverarbeiteten Nüsse oder gemahlene Mandeln, die über 50 Prozent Fett enthalten. Folgende Nährwertangaben zeigen, dass der Hauptbestandteil von Mandelmehl Eiweiß ist:

  • Kohlenhydrate: 3,5-12g, Weizenmehl besteht dagegen aus 70g Kohlenhydraten
  • Eiweiß: 40-50g
  • Fett: 12-18g
  • Kalorien: 300-420 kcal

Der relativ hohe Kaloriengehalt sorgt dafür, dass man trotz Verwendung von Mandelmehl, Gebäck und Brötchen oder Brot immer noch in Maßen genießen sollte. Dennoch ist das Mehl perfekt geeignet, um Kuchen auch während einer kohlenhydratarmen Ernährung backen und genießen zu dürfen.

Besondere Eigenschaften von Mandelmehl
Wer keine speziellen Rezepte verwendet, bei denen Mandelmehl explizit als Zutat aufgeführt ist, sondern herkömmliche Backrezept mit Weizenmehl einfach abändern möchte, sollte dabei auf die Eigenschaften des Mandelmehls achten. Denn durch den hohen Proteingehalt und den wenigen Kohlenhydrat kommt es natürlich zu Unterschieden beim Backen. Erfahrungen haben ergeben, dass 50g Weizenmehl etwa 35g Mandelmehl entsprechen. Da es aufgrund vieler Ballaststoffe mehr Wasser bindet, sollte man außerdem etwas zusätzliche Milch oder ein extra Ei dem Teig hinzufügen.

Wo Mandelmehl erhältlich ist
Mandelmehl ist leider, anders als gemahlene Mandeln, nicht in jedem Supermarkt erhältlich. Zwar hat das gesteigerte Interesse nach kohlenhydratarmen Ernährungsprodukten dafür gesorgt, dass einige wenige Einkaufsmärkte und Drogerien das Mehl inzwischen anbieten, leider handelt es sich dabei aber immer noch um Ausnahmen. Wer auf der Suche nach Mandelmehl ist, wird daher eher in Reformhäusern fündig oder muss das Mehl im Internet bestellen. Von dem relativ hohen Preis sollte man sich nicht abschrecken lassen, wenn man bedenkt, dass man weniger Mandelmehl als Weizenmehl zum Backen benötigt.