CrossFit – mehr als nur ein Fitnesstrend

CrossFit

Mittlerweile kann CrossFit nicht mehr als bloßer Fitnesstrend bezeichnet werden. Die Sportart ist vor einigen Jahren aus den USA auch nach Europa und Deutschland geschwappt. In Übersee ist diese Methode bereits seit den 1980er-Jahren bekannt, zuvor wurde sie insbesondere bei der Marine und beim Militär praktiziert. Doch was macht diesen Sport so besonders?

Kurz, aber dafür umso intensiver
CrossFit verbindet Elemente aus der Leichtathletik, dem Turnen und dem Gewichtheben miteinander. Jede Trainingseinheit ist dabei anders und trägt unterschiedliche Namen. Bezeichnet werden diese Einheiten als „Workout oft the Day“, oder kurz als WOD. So gibt es beispielsweise „Angie“ – ein Workout, welches 100 Klimmzüge, 100 Liegestütze und noch einmal so viele Sit-Ups und Kniebeugen enthält. Als wäre dies nicht schon anstrengend genug, kommt es zudem auf die Zeit darauf an. Das Programm von „Angie“ soll innerhalb von 15 bis 20 Minuten absolviert werden. Andere Workouts geben nicht die Wiederholungszahlen vor, sondern die Zeit, in welcher so viel wie möglich geschafft werden soll. Durch die hohe Trainingsintensität wird einerseits effektiv Fett verbrannt und andererseits lässt sich die gesamte körperliche Fitness innerhalb kürzester Zeit steigern. Weitere Fähigkeiten wie die Geschicklichkeit oder die Balance verbessern sich ebenfalls merklich. Das Prinzip von CrossFit beruht entweder darauf, innerhalb einer vorgegebenen Zeit so viele Wiederholungen zu meistern, wie nur möglich oder aber eine von vornherein vorgegebene Wiederholungszahl so schnell wie möglich zu bewältigen. Mittlerweile gibt es allein in Deutschland etwa 2.500 lizensierte Anbieter, die nicht nur in Großstädten diese Sportart in Kursen oder Einzeltrainings vermitteln.

Aufbau einer CrossFit-Trainingseinheit
Was bislang beschrieben wurde, ist der Hauptteil einer Trainingseinheit im CrossFit. Bevor aber das intensive Workout beginnt, gibt es zunächst eine Erwärmung, um den Körper auf Betriebstemperatur zu bringen und Muskeln und Gelenke zu mobilisieren. Oftmals wird hier als Methode ein lockeres Laufen oder Seilspringen genutzt. Anschließend knüpft das sogenannte skill development an. Hierbei geht es darum, Krafttraining mit Geschicklichkeit zu verbinden. Dann folgt das eingangs beschriebene Workout oft the Day. In aller Regel werden CrossFit-Einheiten in Gruppen abgehalten, sodass dadurch nicht nur die Motivation hochgehalten wird, sondern auch eine Art Wettbewerbscharakter entsteht. Abgeschlossen wird jedes Training durch Stretching. Diese Dehnform hilft, die Regenerationszeit zu verkürzen.

Effektiv, aber auch nicht ganz ohne
So wirkungsvoll CrossFit auch sein mag und so kurzfristig auch Ergebnisse spürbar werden – es ist auch eine nicht ganz ungefährliche Sportart. Schon allein aufgrund der Tatsache, dass jedes Training hochintensiv ist und von jedem Athleten verlangt, bis an die Grenze seiner Erschöpfung zu gehen, ist auf eine ausreichende Regeneration zu achten. Diese sollte nicht nur eingehalten werden, um dem Körper die nötige Ruhe zu gönnen, sondern auch, um Überlastungen zu vermeiden. Ansonsten könnte es schlimmstenfalls auch zu Muskelfaserrissen, Gelenkbeschwerden oder Sehnenscheidenentzündungen kommen. Eine besondere Belastung stellen die oftmals sehr schnell ausgeführten Bewegungen dar. Zudem ist auf eine korrekte Körperhaltung zu achten, da ansonsten bei falschen Ausführungen über einen längeren Zeitraum auch Beschwerden an der Wirbelsäule auftreten können. Aufgrund all dieser Risiken sollten Anfänger nicht gleich ins kalte Wasser geworfen werden. Dafür gibt es auch Einsteigerkurse, welche zunächst einmal den Bewegungsablauf vermitteln. Erst, wenn dieser richtig sitzt, sollte mit Gewichten gearbeitet werden.

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