Beerenzeit – gesund naschen im Sommer

Beerenzeit

Sommerzeit ist Beerenzeit – Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren. Diese sind die bekanntesten und beliebtesten Beeren, die hauptsächlich in der Zeit zwischen Juni und September in unseren Breitengraden wachsen.

Sie schmecken nicht nur lecker und lassen sich für köstliche Kuchen und Desserts verwenden. Sie sind auch noch gesund und liefern uns hochwertige Nährstoffe.

Kaum Fruchtzucker

Ein Superplus der kleinen roten und schwarzen Früchte ist, dass sie kaum Fruchtzucker enthalten. Beeren enthalten pro 100g nur 4-6g Kohlenhydrate. Dies bedeutet, sie haben einen sehr niedrigen glykämischen Index und lassen wenn ohne Zucker gegessen den Blutzuckerspiegel nur sehr wenig ansteigen. Was gesund für die Bauchspeicheldrüse, die Leber, die Blutgefässe und insgesamt für unseren Energiehaushalt ist. Durch einen konstanten Blutzuckerspiegel entstehen keine Heißhungerattacken und Energietiefs bleiben aus. Dies wirkt sich positiv auf unsere Figur aus. Wir sind darüber hinaus konzentrierter und schlafen besser. Außerdem werden Stimmungsschwankungen weniger.

Erdbeeren

Die kleinen Sammelnussfrüchte sind schon seit der Steinzeit wegen ihres typischen Aromas beliebt. Die roten Beeren gelten außerdem als aphrodisierende Früchte und werden gerne bei einem romantischen Abendessen als Dessert genossen.

Außerdem sind Erdbeeren (Fragaria) wegen ihrer Vitalstoffe, den Ballaststoffen und dem sehr geringen Anteil an Kohlenhydraten das ideale Obst für eine schlanke Figur.

Erdbeeren sind durch die verschiedenen Zuchtformen im Sommer am längsten verfügbar. Je nach Wetter und Klima reifen sie teilweise schon am Mai und tragen bis in den Oktober hinein. Es gibt Monatserdbeeren, zweimal tragenden, alte und neue Züchtungen mit variierender Geschmacksintensität. Eine besondere Variante sind die kleinen aromatischen Walderdbeeren.

Inhaltsstoffe
Erdbeeren sind wegen ihres hohen Gehalts an Folsäure (45 µg) und Eisen (80,6 mg) pro 100 g sehr gut für die Schwangerschaft. Sie haben mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Sie schützen die Knochen durch ihren hohen Kalzium Gehalt und lindern Gicht- und Rheumasymptome durch Salicylsäure. Salicylsäure ist der Wirkstoff in Aspirin. Darüber hinaus sind sie reich an Kalium und Magnesium, sowie Flavonoiden und Phenolsäuren.

Wer Erdbeeren verträgt, sollte sie in der Saison ruhig reichlich geniessen und seinem Körper damit einen richtigen Vitalstoffschub geben. Die vielen Ballaststoffe, vor allem Pektin und Zellulose, fördern die Verdauung und sind auch hiermit gut für die Figur.

Tipp: Erdbeeren schmecken auch lecker im Salat. Vor allem wenn man noch frischen Basilikum zufügt.

 

Himbeeren

Die leckeren Früchte der Himbeere (Rubus idaeus) wurden schon im 12. Jahrhundert von Hildegard v. Bingen hoch geschätzt und zählten zu den ältesten Kulturfrüchten in Mitteleuropa. Sie liefern uns Vitamine, Mineralstoffe und Polyphenole. Sie wirken entzündungshemmend und blutreinigend. Auch sie haben einen sehr geringen Anteil an Kohlenhydraten und sind somit figurfreundlich.

Himbeeren können von Juni bis in den Herbst hinein geerntet werden. Wie auch bei der Erdbeere gibt es hier viele verschiedene Zuchtsorten die geschmacklich wie farblich stark variieren. Es gibt schwarze, rote und gelbe Himbeeren.

Inhaltsstoffe
Himbeeren enthalten je nach Sorte im Schnitt 25 g Vitamin C pro 100 g und liefern in dieser Menge ein Viertel unseres Tagesbedarfs. Daneben enthalten sie noch Provitamin A, Vitamin E, B1, B2 und B6. Sie sind mit 30 mg pro 100 g reich an Magnesium und sind so ein Antistress Obst. Darüber hinaus enthalten sie viele Anthocyane. Dies ist ein Farbstoff der in allen roten und dunklen Beeren vorkommt und antioxidativ wirkt. Generell gilt je roter bzw. dunkler die Beerensorte um so mehr dieser Polyphenole enthält sie.

Der hohe Pektin Gehalt sind außerdem gut für Magen und Darm.

Wer seinem Körper etwas Gutes tun will, sollte auf alle Fälle oft Himbeeren in der Saisonzeit mit auf den Speiseplan stellen.

 

Heidelbeeren

Die kleinen leckeren blauen Früchte lieben viele zu Pfannkuchen, in Muffins und im Joghurt. Doch Heidelbeeren oder Blaubeeren (Vaccinium myrtillus) bieten mehr als nur guten Geschmack. Heidelbeeren wirken von allen Beeren am stärksten antioxidativ. Dies geschieht hauptsächlich durch ihren hohen Anteil an Anthocyane. Damit sind sie hervorragende freie Radikalfänger und können so das Krebsrisiko senken.

Die Anthocyane unterstützen bei täglichem Verzehr außerdem die Bildung neuer Gehirnzellen und die Informationsübertragung zwischen den Neuronen.

Ihr positiver Einfluss auf den Gehirnstoffwechsel wirkt sich auch auf unsere Glücksbotenstoffe Dopamin und Serotonin aus.

Inhaltsstoffe
Neben den schon erwähnten Anthocyanen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören, sind Heidelbeeren auch reich an Provitamin A, B Vitaminen und Vitamin C. An Mineralstoffen stellen sie uns Eisen, Folsäure und Zink zur Verfügung.

Besonders sind die Gerbstoffe in den Heidelbeeren zu erwähnen, die eine entzündungshemmende Wirkung haben. Vor allem der Gerbstoff Hydroxyzimtsäure ist dafür zuständig, dadurch ist er auch gut für die Gefässe und das Herz-Kreislauf-System. Außerdem sind Heidelbeeren dank dieses Tannins, wie Gerbstoffe auch genannt werden, gut für den Blutdruck.

Die Gerbstoffe sind auch hilfreich bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Außerdem sind sie getrocknet ein altes Hausmittel bei Durchfall. Blaubeeren haben auch eine positive Wirkung auf den Blutzucker und können daher auch von Diabetikern verzehrt werden.

Tipp: Blaubeeren gibt es auch in getrockneter Form.

 

Brombeeren

Brombeeren (Rubus sectio rubus) findet man in vielen Naturgärten, Waldrändern und an Feldbegrenzungen mit Büschen. Sie wird auch Kratzbeere genannt, wahrscheinlich wegen ihrer extrem dornigen Sträucher. Die wuchsfreudige Pflanze ist seit der Antike als Heilmittel bekannt, was leicht zu verstehen ist, betrachtet man die vielen Inhaltsstoffe der Beere. Wie die Blaubeeren enthalten auch sie viele Anthocyane und schützen so das Herz und die Gefäße. Darüber hinaus strotzen die dunklen Beeren nur so vor Vitaminen.

Inhaltsstoffe
Brombeeren haben den höchsten Gehalt an Provitamin A von allen Beerenfrüchten. Die Vitamin Vorstufe wird auch als Beta Carotin bezeichnet und ist besonders wichtig für unsere Sehkraft. Wie alle anderen Beeren enthalten auch Brombeeren viel Vitamin C. Das zellschützenden Vitamin E ist ebenfalls reichlich vorhanden und macht die Beere so zu einem perfekten Anti-Aging-Obst. Wie die Erdbeeren bieten Brombeeren auch die B-Vitamine B1, B2, B6 und Folsäure. An Mineralstoffen sind Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphat zu erwähnen.

Brombeeren lassen sich oft noch bis Ende Oktober ernten.

 

Alle Beeren schmecken zum Müsli, auf Pfannkuchen, in Muffins oder zu Vanilleeis. Am besten einfach pur geniessen mit einem Schlag Sahne. Die Sahne schmeckt nicht nur lecker, sie hilft uns auch die fettlöslichen Vitamine der Beeren besser aufzunehmen.

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