Avocado: Fett und trotzdem gesund

Avocado

Sie gilt als äußerst fett und ist weder Frucht noch Gemüse – die Rede ist von der Avocado. Trotzdem oder gerade weil sie so fettreich ist, gilt die Avocado als ein äußerst gesundes Lebensmittel, von welchem der Körper in vielerlei Hinsicht profitieren kann.

Weder Obst noch Gemüse – wo Avocados wachsen

Oftmals wird von der Avocado-Frucht gesprochen. Das ist streng genommen nicht richtig, denn eigentlich ist es eine Beere. Avocados wachsen an Bäumen, dem Lauraceae, bei dem es sich um ein Loorbeergewächs handelt. Solche Bäume können teilweise riesengroß werden und besitzen viel Laub, wodurch sie auf den ersten Blick ein wenig an Wallnussbäume erinnern.

Die Avocados selbst kommen in verschiedenen Größen vor – so klein wie eine Birne sind die meisten, die in den Supermärkten hierzulande angeboten werden. Andere werden so groß wie ein Kinderkopf, sind aber nicht gut lagerfähig und deswegen in Europa nicht oder kaum zu finden. Dabei ist auch zu erwähnen, dass die Avocados nicht an den Bäumen reifen, sondern entweder gepflückt werden und dann reifen oder sie fallen hart auf den Boden. Die Anfänge des Anbaus der Beerensorte reichen bis 10.000 Jahre zurück und fanden besonders in den tropischen Gebieten statt. Heutzutage wächst sie auch in den Suptropen, wie zum Beispiel im südlichen Spanien.

Gut für den Herz-Kreislauf, hilfreich bei einer Diät

Die Avocado ist unter anderem ein wichtiges Lebensmittel, um ein schönes Hautbild zu erreichen. Zum einen sorgen die enthaltenen Omega-9-Fettsäuren dafür, dass Zellen erneuert werden und damit Reizungen und Rötungen abschwächen. Viele wichtige Nährstoffe bringen auch Vorteile für das Innere des Organismus. Da ist zum einen Vitamin E zu nennen, was eine entgiftende Wirkung besitzt. Kalium optimiert den Blutdruck und die Ballaststoffe kontrollieren den Blutzuckerspiegel.

Die in den Avocados enthaltene Ölsäure hat positive Auswirkungen auf Cholesterin. Bei diesem wird in LDL und HDL unterschieden. Ersteres stellt einend er größten Risikofaktoren für Arteriosklerose, besser bekannt als Gefäßverkalkung, dar. Durch die Ölsäure wird das LDL gesenkt. Das HDL hingegen wirkt genau dieser Verkalkung entgegen und wird passenderweise durch diese Säure angehoben. Davon können auch Diabetiker Vorteile ziehen, weil durch diese Regulierung auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschmälert wird. Außerdem sorgen die ungesättigten Fettsäuren für einen niedrigeren Triglycerid-Spiegel und damit eine bessere Funktion des Insulins, was sich wünschenswert auf den Blutzuckerspiegel auswirkt.

Auch bei einer Diät leistet die Avocado wertvolle Arbeit – und das trotz ihres hohen Kaloriengehalts. In 100 Gramm sind rund 200 Kalorien zu finden. Allerdings befinden sich in den Avocados ungesättigte Fettsäuren, welche als langfristige Energiequellen für den Körper bereitstehen, statt dass sie in Form von Körperfett gespeichert werden. Gleichzeitig sorgen sie für ein längeres Sättigungsgefühl, was den Hunger und den Appetit senkt. Der Verzicht auf Kohlenhydrate und der Griff zu gesunden Fetten wird sich in einer Diät als wirkungsvoll herausstellen.

Die vielen Vitamine der Avocado können bei der Bekämpfung von Arthritis helfen. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der Gelenke, die mit starken Schmerzen einhergeht. Durch Vitamin C und E werden diese Entzündungen vorgebeugt bzw. verringert.

Darauf ist beim Kauf zu achten

Avocados sind ganzjährig in den Supermärkten erhältlich. Oftmals kommen sie noch unreif in die Geschäfte, da sie ja ohnehin nicht auf den Bäumen reifen. Die beiden gängigsten Sorten, die es hierzulande zu kaufen gibt, heißen „Hass“ und „Fuerte“. Sie unterscheiden sich bei ihrem Reifegrad in der Schalenfarbe. Die Hass-Avocados erreichen eine zunehmend schwarze Farbe der Schale, je reifer sie werden. Sie sollte jedoch beim Kauf nicht schon völlig schwarz sein, da sie dann nicht mehr lange gelagert werden kann und überreif ist. Die Fuerte-Avocados sollten grundsätzlich keine schwarze Schalenfärbung aufweisen – das ist ein Zeichen, dass sie Innen bereits verdorben ist. Optimal ist bei beiden Sorten, wenn die Schale minimal nachgibt, wenn mit dem Finger draufgedrückt wird. Avocados lassen sich vielseitig verwenden: Als Salat, Smoothie oder Butterersatz auf einem Brötchen sind nur einige Beispiele.

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